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Bahnsinn – Die Rhätische Bahn erhält UNESCO-Label

07 Jul

Albulabahn01.jpgHeute hat die UNESCO in Québec (Kanada) entschieden, dass die Albulastrecke und die Berninastrecke der Rhätischen Bahn (RhB) in die Liste des „UNESCO Welterbe“ eingetragen wird. Bisher wurde dieses begehrte Prädikat erst der Semmeringbahn in Österreich und den Bahnen in Indien zugesprochen.

Im Gegensatz zur Semmering-Bahn, die den Beginn der bahntechnischen Erschliessung von Gebirgen markiert, stellen die Albula- und die Berninastrecke Glanzstücke des Bahnbaus in den Bergen dar. Die Albulabahn war 1903, die Berninabahn 1910 mit einer Spurbreite von einem Meter vollendet worden.

unesco_rhb_d.gifIm Albulatal geht’s drunter und drüber..!

Von Thusis führt die insgesamt 122 km lange Strecke zuerst über 144 Brücken und durch 42 Tunnels durch das Albulaltal, dabei wird auch der Weltbekannte Landwasserviadukt überquert. Zwischen Bergün und Preda folgt wohl der spektakulärste Abschnitt der Albulastrecke, gleich nach dem Bahnhof Bergün beginnt die Steigung mit 35 Promille. Mit mehreren Schleifen, drei Spiraltunnels, über vier Viadukte und viele kleinere Brücken schraubt sich die Bahn in die Höhe, überquert mehrfach das Tal und sich selbst und gewährt atemberaubende Ausblicke. Der Streckenabschnitt nach Preda auf 1789 Meter ist 12 km lang, obwohl Preda eigentlich nur knapp 6 km von Bergün entfernt ist. Auf den 12 Kilometer wird eine Höhendifferenz von über 400 Meter erzielt.

Die Berninalinie mit 52 Brücken sowie 13 Tunnels und Galerien ist die höchstgelegene Alpentransversale und eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Das Gefälle von Bernina Passhöhe „Ospizio Bernina“ (2253 Meter) hinunter ins Puschlav nach Tirano (428 Meter) beträgt stellenweise über 70 Promille. Zahlreiche Kunstbauten – Brücken, Spiraltunnel, die Kehrschleife bei Brusio – prägen die Strecke zwischen Thusis und Tirano. Bis heute rollt die Rhätische Bahn auf dem Originaltrassee, die Infrastruktur ist in gutem Zustand und wird laufend erneuert.

Das Label verpflichtet aber auch: Ein im Juni 2007 gegründete Trägerverein soll die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung des Welterbes gewährleisten.

Vom 12. – 14. September soll mit einem grossen Publikumsfest die Aufnahme in das „UNESCO Welterbe“ entlang der ganzen „Welterbestrecke“ gefeiert werden.


Ein passendes Video zum Thema


Links

Info-Seiten:
www.rhb-unesco.ch/
www.rhb.ch/
wikipedia.org

Bilder-Seiten:
commons.wikimedia.org
www.eisenbahnen.at
www.trainpics.de

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Kommentare

Bisher wurde 1 Kommentar zm Beitrag “Bahnsinn – Die Rhätische Bahn erhält UNESCO-Label” geschrieben.

  1. Hummel schrieb am 8. Juli 2008 - 11:19 Uhr

    Ja cool, Glückwunsch! :bravo:

    Haben die Strecken aber auch verdient, schon der Landwasser-Viadukt allein ist ja „bahnsinnig“ ….

    Greetz Hummel

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