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Heidi & Peter erobern mit 300 Geissen Berlin

03 Aug

Geissenpeter & Heidi in BerlinBarack Obama durfte in Berlin nicht ans Brandenburger Tor um seine Rede zu halten, da hatte die liebe Angela einiges zu meckern!

Am 1. August durften aber 300 Bündner Geissen samt Heidi und Geissenpeter mit einer grossen Parade von Alpöhis, Alphornbläsern, Fahnenschwingern, Sennen, Sennerinnen und einer Kuh durchs Brandenburger Tor. Da hatte ausser den Geissen niemand was zu meckern…

Der Kanton Graubünden stellte sich auf Einladung der Schweizer Botschaft zum 1. August der Bevölkerung der deutschen Hauptstadt vor. Weitherum sichtbar war auf dem Botschaftsgelände zu diesem Anlass ein rund zehn Meter hoher Steinbock [Bild] aufgestellt worden. – Das Wappentier des Kantons.

Unter dem Motto «Berlin ruft Graubünden. Heidi kommt» setzte sich der Gastkanton mit einem vielfältigen Programm als Ferienziel, Kultur- und Wirtschaftsstandort in Szene. An kulinarischen Spezialitäten wurden Capuns, Birnenbrot und die bekannte Bündner Gerstensuppe verteilt.

Als Auftakt fand kurz vor Mittag eine Geissenparde mit rund 300 Bündner Berggeissen aller neun Rassen statt. Die Tiere wurden bei hochsommerlichen Temperaturen vom berühmten „Heidi“ und dem „Geissenpeter“ sowie Treichlern, einer Ländlermusik-Formation sowie Alphornbläsern durch das geschichtsträchtige Brandenburger Tor geführt. Dabei wurde die Berliner „Bergtauglichkeit“ getestet, denn die Geissen hinterliessen so ihre Spuren und natürlich viel Geissenduft. «Da braucht man ja nicht mehr in die Schweiz zu fahren», sagte eine Berlinerin. Die Geissen waren prächtig, besonders der preisgekrönte Bock Max, zog alle Blicke auf sich, aber mit seinem Bart machte er auch so manchem angereisten Alpöhi Konkurrenz.

Tausende von Menschen folgten der Geissenparade sogar bis zum Bahnhof Friedrichstrasse, wo der Festplatz anlässlich des Schweizer Tags zur „Alp“ umfunktioniert wurde. Die 300 Geissen zeigten sich davon aber unbeeindruckt, sie waren aber die „Stars“ und stahlen den Trachten der Sennerinnen die Show, als sie mehr oder weniger elegant, mal störrisch, mal schmusebedürftig durch das Spalier von den vielen Berlinern und Berlin-Touristen stolzierten und in der eventverwöhnten Stadt zur Fotosensation des Tages wurden…

Eine westdeutsche Touristin war entsetzt über die Veranstaltung und schüttelte verständnislos den Kopf: «Die armen Viecher!» Ein Senn beruhigte sie sofort: «Die sind überhaupt nicht verschreckt. Die fühlen sich hier wie zu Hause und sind alle sehr stressresistent!» Auch der Transport mit dem LKW aus dem Kanton mit 937 Berggipfeln in die deutsche Metropole mit null Berggipfeln habe für die Tiere wenig Stress bedeutet.

Der Dorothea-Schlegel-Platz war rammelvoll von Berlinern, die sich in langen Schlangen für Bündner Spezialitäten wie die längste Capuns und die Bündner Gerstensuppe anstellen, die Darbietungen des Alphorn-Ensembles Engiadina aus St. Moritz genossen, sich im Melken (an einem künstlichen Euter) versuchten oder Rätselfragen beantworteten, um Ferien in Graubünden zu gewinnen.

Bundesrätin Eveline Widmer- Schlumpf überbrachte die Grüsse der Landesregierung und des Schweizer Volkes. Als Geburtstagsgeschenk brachte sie 717 Getränke aus allen Sprachregionen der Schweiz mit nach Berlin. In ihrer Rede beschäftigte sich die Bundesrätin auch mit dem Steinbock, dem Wappentier des Gastkantons. Steinböcke und -geissen gingen zielstrebig ihren Weg, auch über schwindelerregende Abgründe. Die Justizministerin nutzte den Besuch in Berlin auch zu einem Treffen mit ihrer Amtskollegin, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Am Abend wurde die Schweizer Botschaft vom Lichtkünstler Gerry Hofstetter beleuchtet [Bild]. Zum Diner nahmen gegen 1300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. Der Hausherr, Botschafter Christian Blickenstorfer, unterstrich in seiner Begrüssung die engen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland.

Durch den 717. Geburtstag der Schweiz kam Berlin zu einem grossen Sommerfeuerwerk. Während rund 20 Minuten erhellte das Spektakel den nächtlichen Himmel über der deutschen Hauptstadt.

Quellen: sda, dpa, tagesspiegel.de, 20min.ch, tagblatt.ch, graubuenden.ch – Foto: ddp


11:30 Uhr: Start Geissenparade beim Tiergarten Ost
12:00 Uhr: Eröffnung Tagesanlass
12:10 Uhr: Ansprachen
12:20 Uhr: Alphorn Ensemble Engiadina
12:35 Uhr: Volksmusik mit den „Stelser Buaba“
12:50 Uhr: Alpenbart Wettbewerb – Auswahl der Finalisten
13:15 Uhr: Heidi Musical, Teil 1
13:45 Uhr: Alpenbart Wettbewerb – Showblock
14:00 Uhr: Kinderkonzert mit Linard Bardill
14:35 Uhr: Alphorn Ensemble Engiadina
14:55 Uhr: Heidi Musical, Teil 2
15:15 Uhr: Alpenbart Wettbewerb – Siegerehrung
15:35 Uhr: Volksmusik mit den „Stelser Buaba“
15:50 Uhr: Verlosung Wettbewerb
16:00 Uhr: Ende Volksfest
22:30 Uhr: Vor der Schweizer Botschaft wird Berlins grösstes Sommerfeuerwerk gezündet.


Links:

Offizielle Homepage des Kantons Graubünden
Urlaub in Graubünden, der grössten Ferienregion der Schweiz
www.schweiztag.de – Graubünden zu Gast in Berlin

Rezept und Geschichte für Capnaus
Rezept Bündner Gerstensuppe (Variante I)
Rezept Bündner Gerstensuppe (Variante II)
Rezept Bündner Kartoffelgratin
Rezept Birnenbrot (Birewegge)

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