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Schweiz Tourismus sucht Felsenputzer

02 Apr

Die Webseite der FelsenputzerGestern war mal wieder der erste April und wie jedes Jahr gab es in den Medien wieder zahlreiche Aprilscherze. Also weiter eigentlich nichts neues. Ein einziger Aprilscherz hat aber meiner Meinung nach gestern dermassen brilliert, dass ich ihn hier im BlueBlog vorstellen möchte.

Schweiz Tourismus hat sich einen wahrlich Oskarreifen Aprilscherz ausgedacht und konnte diesen in Zusammenarbeit mit den Gratiszeitungen «20 Minuten», «News» dem «Tagsanzeiger» und dem Radiosender «DRS 1» einen wahrlich Oskarreifen Aprilscherz ausgedacht: Markante Berggipfel müssten von Vogelkot befreit werden, um die drohende Flaute im Tourismus abzuwenden. Für die ganze Aktion wurde extra ein Kurzfilm gedreht und eine Webseite ins Netz gestellt. Zusammen mit den beiden Gratiszeitungen wurden bereits seit einigen Tagen freiwillige Helfer gesucht…

Zitat aus einem Inserat:
Unsere Felsenputzer brauchen Verstärkung.
Mit Besen, Bürsten, Wasser und Muskelkraft befreien wir Felsen von allfälligen Vogelexkrementen. Wir suchen deshalb zur Teamverstärkung ehrenamtliche Felsenputzer/innen.

Video zum Inserat:


Haben Sie das Zeug dazu, ein Felsenputzer zu sein?
Quasi für die Juwelen der Schweiz zuständig zu sein?
Finden Sie’s raus und gewinnen Sie eine Woche Ferien in der Schweiz!
Den Eignungstest zum Felsenputzer können Sie hier machen!
Der Teilnameschluss zum Wettbewerb ist übrigens am 19. April 2009


Nach diesem Inserat, mit dem Aufruf sich als Felsenputzer zu bewerben, haben die Zeitungen auch noch in einem zusätzlichen Artikel darüber berichtet. Auch wurde Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus im Radio und im Tagesanzeiger dazu interviewt. Obwohl es ja eigentlich offensichtlich war, dass die Sache nicht wirklich ernst gemeint war, haben doch ein paar empörte Leser in den Zeitungen bei den Kommentaren ihre Meinung Kund getan… Mehrheitlich kam die Aktion aber gut an und viele haben das Ganze natürlich durchschaut…

Heute am 2. April wurde nun offiziell Entwarnung gegeben und die ganze Aktion als Aprilscherz entlarvt 😀
«Putzaktion war nur ein Bluff»

Hier geht’s zur Felsenputzer Homepage…!
(Sehr empfehlenswerter Link) 😉


Ausser dem wirklich gelungenen Scherz mit den Felsenputzer von Schweiz Tourismus gab es wie jedes Jahr Landesweit noch viele andere Überraschungen! So machte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück natürlich auch als Aprilscherz Schlagzeilen:

Der Ausserschwyzer «March-Anzeiger» berichtete, die SVP empöre sich über Peer Steinbrücks Interesse, sich ausgerechnet in der Steueroase Wollerau niederzulassen.

Er habe nach dem Bankgeheimnis in der Streuwürze ein neues Schweizer Übel entdeckt, behauptete der «Anzeiger Luzern». Steinbrück lasse in Deutschland das Schweizer Produkt «Aromat» verbieten, weil es dick mache.

Brisante Informationen lagen «Radio Top» vor: Der Sender fand heraus, dass Peer Steinbrück möglicherweise Steuern in der Schweiz hinterziehe. Seine Frau Gertrud besitze in Seuzach bei Winterthur einen Zweitwohnsitz. Die Seuzacher Steuerbehörde prüfe nun eine Untersuchung.

Bluewin.ch meldete, dass auf dem Bodensee bald Schiffe der Bundesmarine patrouillieren werden. Im Visier: Steuersünder. Kernstück der Aktion soll die Fregatte «Karlsruhe» sein, die derzeit noch vor Somalia Piraten jagte.

Weitere nette Berichte aus den Medien zum schmunzeln:

So meldete etwa Radio Pilatus, dass in China eine Kopie der Kapellbrücke entstehen solle. Dort könnten endlich die in Luzern unwillkommenen Bildkopien eingesetzt werden.

Der «Freie Schweizer» aus Küssnacht berichtete über ein neues Männerhaus in Immensee. Dort hätten Männer Zuflucht finden können, die vom Leistungsdruck im Beruf und zuhause überfordert seien.

Das «Solothurner Tagblatt» berichtete von einem sensationellen Fund: Auf dem Bahnhofplatz Solothurn hätten Archäologen das Skelett eines riesigen Amtsschimmels ausgegraben. Um das Skelett der Öffentlichkeit zu zeigen, solle im Rathaus ein Museum eingerichtet werden.

In der Schweiz würden die Postleitzahlen von vier auf fünf Stellen erweitert, berichtete «Radio Argovia» als Aprilscherz. Mit der Umstellung im kommenden Jahr erfülle die Schweiz einem Wunsch der EU. Im Radiobeitrag rief ein Aargauer FDP-Grossrat bereits zum Boykott auf.

Die Graubündner Kantonalbank vollziehe einen radikalen Systemwechsel, meldete «Die Südostschweiz» auf der Frontseite. Private und Behörden könnten künftig Einblick in alle Kundendaten nehmen. Das Bankgeheimnis werde es nur noch auf Verlangen und gegen Registrierung geben.

Das Bankgeheimnis war auch in der Westschweiz Gegenstand eines Aprilscherzes. Der Genfer «Courrier» meldete, die Kantonalbank wolle auf einer der Rhone-Inseln einen «offshore»-Bankenplatz einrichten, ein Steuerparadies ähnlich den britischen Kanalinseln.

Im «Bieler Tagblatts» war zu lesen, dass bald venezianische Gondeln durch ein geplantes Klein-Venedig auf dem ehemaligen Expo-Gelände gleiten sollen.

Der «Bund» verwirrte dagegen mit einer Namens­änderung von Ortschaften – alle Orte mit «igen» würden auf «ingen» umgetauft werden: Bolligen wäre neu Bollingen, Ittigen neu Ittingen.

Die «Berner Zeitung» berichtete über eine Initiative des Naturhistorischen Museums Bern zur Rettung der Nashörner. Die vom Aussterben bedrohten Tiere sollen gezielt gezüchtet werden. Ein Testbetrieb im Emmental sammle bereits erste Erfahrungen mit einem Nashorn namens «Babeli». Ab 2010 würden Ausbildungskurse in Mutternashornhaltung angeboten.

Hoher Besuch sollte laut «blick.ch» in Genf eintreffen. Kein Geringerer als US-Präsident Obama soll das Spiel der Schweizer Nati gegen Moldawien besuchen. Der Bundesrat habe ihn eingeladen – und ihm gleich einen «Hopp Schwiiz»-Schal überreicht.
Das Kampfhundeverbot war nicht genug – jetzt geht es Hundehaltern an den Kragen, die den Kot ihrer kleinen Schützlinge liegen lassen. Laut dem «Tages-Anzeiger» will der Zürcher Regierungsrat eine Gendatenbank schaffen, in der sämtliche Hunde des Kantons registriert werden sollen. Zur Analyse eines «Häufchens» reichen wenige Gramm, meint die Zeitung weiter.

«TeleZüri» berichtete, dass Hotelier Giusep Fry empört von den Behörden-Schikanen gegen seine Ausbauten am Uetliberg, den Aussichtsturm auf dem Zürcher Hausberg von der Spenglerei Huber AG abbrechen liess. Um acht Uhr morgens seien die Männer, unterstützt von einem Helikopter, angerückt und hätten begonnen, den Turm auseinanderzunehmen.

Verkehrssünder müssen sich im Zürcher Unterland künftig in Acht nehmen: Die Opfiker Stadtpolizei hat neuerdings einen Lamborghini im Einsatz. Das schreibt der Zürcher Unterländer. Der Lamborghini wurde der Polizei von einem Autohaus zur Verfügung gestellt, damit sie künftig schneller ausrücken kann.

Das «St. Galler Tagblatt» berichtet von unkonventionellen Ideen, die in Krisenzeiten gefragt seien. Toggenburg Tourismus öffne den Klangweg in den frühen Morgenstunden für Nacktwanderer. Damit werde auf das Nacktwanderverbot im Alpstein reagiert. Die Nacktwanderer können sich auf der Fahrt mit der Iltios-Standseilbahn ausziehen.

Einen grossen Fang meldete der «Zürcher Oberländer»: Im Naturschutzgebiet Rälliker Ried am Greifensee sei ein Prachtsexemplar von einem Biber eingefangen worden. Das Tier sei 1,55 Meter lang, stattliche 40 Kilo schwer und vom Fangtrupp auf den Namen «HH1» (»Holz-Hacker») getauft worden.

Ebenfalls auf grosse Tiere setzte «Radio24». Elefantenbulle Maxi aus dem Zürcher Zoo werde am Nachmittag ein Tram des Typs «Mirage» durch Zürich ziehen. Mit dieser Aktion wolle der Zoo für die neue Elefantenanlage sammeln.

Neue Regierungsrätin, neue Regeln: Hinter dem Parlamentsgebäude in Aarau soll eine Weide eingerichtet werden – für die neue Regierungsrätin Susanne Hochuli. Die Biobäuerin wolle mit ihren Pferden mehrmals pro Woche von ihrem Wohnort Reitnau nach Aarau reiten, weiss die «Aargauer Zeitung».

Mysteriöses spielt sich auch im so genannten «Wasserschloss der Schweiz» bei Brugg ab. Dort, beim Zusammenfluss von Aarau, Reuss und Limmat, wurde eine kleine Schlossanlage entdeckt. Die Historiker hätten schon lange spekuliert, ob in diesem Naturschutzgebiet ein Schloss bestanden habe, schrieb ebenso die «Aargauer Zeitung».

Viele Bündnerinnen und Bündner mögen im morgendlichen Halbschlaf beim Hören der Radionachrichten gedacht haben, endlich gehe ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Der Lokalsender «Radio Grischa» meldete, der Kanton Graubünden bekomme das Veltlin zurück. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi habe der Bündner Regierung das ehemalige Untertanengebiet gegen Bezahlung angeboten, um die leere Staatskasse zu füllen.


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Kommentare

Bisher wurde 1 Kommentar zm Beitrag “Schweiz Tourismus sucht Felsenputzer” geschrieben.

  1. Daniel Stanislaus Martel schrieb am 9. November 2009 - 00:56 Uhr

    Lieber Daniel

    Als vermutlicher Tourismus-Fachmann kommt Ihnen vielleicht etwas zum diesjährigen TTW in Montreux in den Sinn. Sie haben bestimmt vernommen, dass mit Edelweiss Air und Swiss zwei Schweizer Linien für die Qualität ihrer Zusammenarbeit mit Reisebüros belohnt wurden. Bei den Langstrecken reichte es für Edelweiss Air immerhin für den dritten Platz.

    Man könnte ja einen Aprilscherz in Umlauf setzen, dass Edelweiss Air demnächst Raumflüge anbiete.

    Mit besten Grüssen

    Daniel

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